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09.03.2012

Datenschutz bei der Web-Analyse – die Vorschriften

Die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern haben schon länger ein großes Thema auf der Agenda: Datenschutz bei der Auswertung von Online-Nutzerdaten. Doch wie gehen Website-Betreiber hierbei richtig vor?

Aktuell hält sich die Zahl der Abmahnungen und Gerichtsverfahren zum Thema Datenschutz bei der Auswertung von Online-Nutzerdaten noch in Grenzen. Dennoch gibt es auf diesem Gebiet ganz klare Spielregeln – durch das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und das Telemediengesetz (TMG). Sensibilisiert durch die mediale Berichterstattung zum Thema Datenschutz rückt das Thema allerdings immer mehr in den Fokus der breiten Öffentlichkeit. Grund genug, sich als Website-Betreiber umfassend damit auseinanderzusetzen. Hier deshalb nun ein Überblick über die Vorschriften.

Fünf große Themen stehen bei der datenschutz-konformen Analyse des Web-Traffic im Vordergrund:

  • Anonymisierte Nutzungsprofile
  • Datentrennung
  • Hinweispflicht
  • Widerspruchsrecht
  • Auftragsdatenverarbeitung

Anonymisierte Nutzungsprofile:
Die Profile von Besuchern müssen anonymisiert werden. Was heißt das? Das Anlegen von Profilen ist nur unter einem Pseudonym erlaubt. Dabei ist die IP-Adresse ausdrücklich kein mögliches Pseudonym – im Gegenteil! Grund: Die Vollständige IP-Adresse gehört zu den personenbezogenen Daten und darf deshalb nicht ohne eine bewusste und eindeutige Einwilligung des Nutzers erhoben und verarbeitet werden.

Datentrennung:
Eine Speicherung von Nutzerpseudonymen und den zugehörigen Daten darf nur getrennt voneinander erfolgen.

Hinweispflicht:

Eine verständliche und jederzeit erreichbare Datenschutzerklärung auf der Website ist Pflicht. Diese muss die Besucher umfassend über die Erstellung von Nutzerprofilen sowie über Zweck und Umfang der Datenspreicherung informieren.

Widerspruchsrecht:
Der Besucher einer Website muss der Erhebung und Verarbeitung seiner Daten sowie der Erstellung eines Nutzerprofils wirksam widersprechen können.

Auftragsdatenverarbeitung:
§ 11 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) schreibt vor: Wird zur Erhebung und Verarbeitung der Nutzerdaten ein Web-Analysetool eingesetzt, welches die Daten auf einem externen Server verarbeitet, muss ein Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung geschlossen werden – zwischen dem Website-Betreiber und dem Anbieter des Analyse-Tools.

Die SEO-Experten der marmato GmbH beraten Sie gerne zu diesem Thema – kontaktieren Sie uns!

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